Monique Lhoir (Monika Pallasch) Autorin in Tespe-Bütlingen ... Geschichten, Meer und noch mehr
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Max, der Sportmoderator

Unser Frauchen guckt so gut wie gar nicht Fernse-hen, aber Ski-Springen und Biathlon. Marie und ich stellten fest, dass und das Programm ebenfalls Spaß machte. So hüpften wir auf den Fernseh-schrank und versuchten, die Ski-Springer zu fan-gen. Wir probierten es von oben, von unten, von hinten, von vorne. Nicht einen einzigen erwischten wir. Frauchen scheuchten uns ständig vom Fern-sehapparat weg, aber wir waren hartnäckig. Ir-gendeinen würden wir doch wohl noch erwischen! Nichts. Die Glasscheibe an diesem komischen Gerät störte. Wie kam man bloß in diesen Kasten rein? Akribisch begann ich, ihn zu untersuchen. Nirgends eine Öff-nung. Vielleicht musste man ganz fest mit den Tatzen darauf hauen? Ich probierte es. Es passierte gar nichts, lediglich Frauchen schnappte nach mir und beförderte mich auf den Fußboden. 

Na, soll sie. Eines meiner leichtes-ten Übungen ist es, in einem Satz wieder hochzuspringen. Das soll mir mal einer nachmachen. Und schwupp, versuchte ich erneut, den Glaskasten zu zerhauen. Offenbar sprangen nun keine Menschen mehr hinunter. Die Veranstaltung war vorbei und sie zeigten die Er-gebnistafel. Frauchen fand das Er-gebnis wohl nicht in ihrem Sinne. Tja, hätte sie mich in den Kasten reingelassen, dann hätte ich Kobayashi, Kubacki und Kraft gefangen und Stephan Leye wäre Sieger geworden. Das hat Frauchen nun davon.

 

Zwei Tage später gab es wieder Ski-Springen. Vielleicht würde ich es dieses Mal schaffen, die Ski-Springer zu stoppen. Ich sprang auf den Fernsehschrank. Aber wie-so stank es hier so? Das war wirklich nicht auszuhalten. Mir brannten die Augen und ich machte, dass ich weg kam. 
„Das ist Eukalyptus-Öl“, erklärte Frauchen. „Es bereitet frische Luft und ist gut gegen Erkältung“, erlärte sie.
„Das stinkt“, maunzte ich beleidigt.
„Nö, das riecht gut und bleibt da jetzt stehen. Sonst müssen wir uns spätestens morgen einen neuen Fernsehapparat kaufen. Ihr könnt auch vom Sofa aus Sport gucken.“
„Das ist langweilig“, miaute ich und verzog mich in eine Ecke des Sofas. Da war der Geruch besser. „Außerdem wollen wir nicht Sport gucken, sondern mitspringen.“ Weiber! Haben überhaupt kein Verständnis und können einem jeden Spaß verder-ben. Ich rollte mich auf der Kuscheldecke ein und linste ab und zu mal zu dem Fernsehapprat. Nur keine Blöße geben.

Nächster Termin von WIR - Kunst und Kultur in der Elbmarsch e.V. am

10. November 2019

Offenes Singen

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