Monique Lhoir ... Geschichten, Meer und noch mehr
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Alte Salzstraße

     Als Handelsweg von Nord nach Süd datiert die Alte Salzstraße bis weit in die frühgeschichtliche Zeit zu-rück. Erst durch den Salzhandel im zwölften bis sech-zehnten Jahrhundert erlangte sie große Bedeutung. Ein großer Teil des Lüneburger Salzes wurde von der Hanse in Lübeck in den Ostseeraum und das Balti-kum exportiert. Lübeck galt damals als wichtigster Ost-seehafen. Hier wurde das Salz in Salzspeichern zwi-schengelagert – und der Handel begann.

     Das wertvolle Salz wurde lose oder in Tonnen mit Frachtwagen über die Alte Salzstraße transportiert. Hier mussten mehrere Flüsse überquert werden, unter anderem die Elbe von Artlenburg nach Schnakenbek/ Ertheneburg.

     Mit der Fertigstellung des Stecknitz-Kanals im Jahre 1398 verlagerte sich der Transport auf den Was-serweg. Die Fahrt dauerte ungefähr fünf Wochen.

     Die Alte Salzstraße begann in Lüneburg und führte über die heutige Lüner Straße, am Neubrücker Tor und den Stintfang sowie den alten Fischmarkt am Ilmenau-Hafen entlang. Weiter ging der Weg am Kloster Lüne vorbei, über Adendorf und Brietlingen. Bei Lüdershau-sen musste die Neetze mittels einer Fähre überschritten werden. Weiter führte der Landweg bis nach Artlen-burg, wo wiederum über eine Furt und eine Fähre die Elbe überquert werden musste. Dieser Elbübergang von Artlenburg nach Schnakenbek wurde im elften und zwölften Jahrhundert durch die Ertheneburg gesi-chert. Nachdem Heinrich der Löwen die Burg in Brand gesetzt hatte, gab es hier lange Zeit nur noch eine Zoll-station.

     Die Alte Salzstraße führt, vom Elbufer aus rechts ge-sehen, in Schnakenbek am Café „Alter Sandkrug“ vorbei. Das Café ist ein beliebtes Ausflugziel mit einem ganz besonderen Ambiente.

     Von Schnakenbek aus ging es weiter über Krüzen, an Juliusburg vorbei nach Lütau, Wangelau, Pötrau (Büchen), Siebeneichen und Roseburg. Von Roseburg führte der Weg über Hornbek, Woltersdorf und Breitenfelde zur Festung von Mölln. Hier musste beim Hahnenburger Schlausenhaus der Stecknitz-Kanal überquert werden, bevor die Stadt durch das Steintor erreicht wurde. Weiter verlief die Strecke über Fredeburg, Ratzeburg, vorbei am ehemalige Kloster Marienwohlde, Rotenfelde, den Albsfelder Berg nach Behlendorf. Hier ging es weiter über Hollenbek, durch Berkenthin nach Krummesse. Anschließend erreichte man die Lübecker Landwehr und gelangte durch Rothebek nach Lübeck.

     Einige Abschnitte dieser Strecke wurden durch die B207 und neuere Straßen ersetzt, doch teilweise kann man immer noch über die holprige Strecke fahren und so die Qualität und Enge der ehemaligen Wegstrecke des Salztransportes erahnen, die erst im Mittelalter mit Kopfsteinpflaster ausgestattet wurde. Nicht selten steckte hier mal eine Fuhre im Matsch und Schlamm fest.

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