Monique Lhoir ... Geschichten, Meer und noch mehr
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Juliusburg

     Wenn wir von Krüzen weiter über die Alte Salz-straße in Richtung Lütau fahren, befindet sich linker-hand Juliusburg. Ein Abstecher lohnt sich, birgt der Ort eine Menge lauenburgische Geschichte. Das Dorf hat heute ungefähr einhundertachtzig Einwohner und wurde unter der Bezeichnung Abenthorp bereits im Jahre 1130 erwähnt. Im Ratzeburger Zentregister wird es ab dem Jahre 1230 urkundlich aufgeführt. Erst im Jahre 1678 erhielt es seinen jetzigen Namen Juliusburg, abgeleitet von Julius Heinrich, Herzog von Sachsen-Lauenburg, der in diesem Ort einen Sommerwohnsitz hatte.

     Ursprünglich sollte das Dorf dem Rittergeschlecht Wulf to Swarte Beke (heute Schwarzenbek) gehört haben. Weiterer Eigentümer war die adlige Familie Schack, wobei der Sohn Hartig Schack im Jahre 1423 den Ort gemeinsam mit den Dörfern Thömen und Krukow an die Marienkirche in Lübeck verpfändete. Herzog Bernhard II. von Sachsen-Lauenburg kaufte im Jahre 1441 die drei Dörfer wieder frei.

     Jürgen von der Kettenburg aus dem lüneburgischen Adelsgeschlecht wurde herzoglich sachsen-lauenburgi-scher Geheimer Rat und bekam im Jahre 1570 die Gü-ter Abenthorp und Thömen. Franz Heinrich von der Kettenburg verkaufte das Gut im Jahre 1620 an Herzog August von Sachsen-Lauenburg. Nach seinem Tod im Jahre 1656 ging der Besitz, da er keine männlichen Erben hatte, an seinen jüngeren Bruder Julius Heinrich über.

     Die lauenburgischen Herzöge erhoben Abenthorp zu ihrem Sommersitz und ließen einen noch heute vorhan-denen Damm über das Moor nach Lauenburg anlegen sowie ein Lustschloss errichten. Das Lustschloss brann-te nach dem dreißigjährigen Krieg im Jahre 1648 aus.

     Da Herzog August keine männlichen Nachfolger hat-te, erhielt sein Bruder Julius Heinrich den Titel Herzog von Sachsen-Lauenburg und wurde Besitzer des Gutes Juliusburg.

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