Monique Lhoir ... Geschichten, Meer und noch mehr
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Bewohner der Ertheneburg

Herzog Magnus von Sachsen aus der Familie der Billunger wurde im Jahre 1045 als ältester Sohn von Herzog Ordulf und seiner Frau Wulfhild von Norwegen, einer Tochter von König Olav II. Haraldsson, geboren.

Im Alter von ca. 25 Jahren heiratete er um 1070/1071 Sophia von Ungarn, Tochter des ungarischen Königs Béla. Sophia war zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt und hatte bereits von ihrem ersten Mann, dem Markgrafen Ulrich I. von Weimar-Istrien-Krain, vier Kinder.

Magnus zeugte mit Sophia noch weitere 2 Kinder, näm-lich die Töchter Wulfhild und Eilika.

Wulfhild heiratete Heinrich IX. den Schwarzen, Herzog von Bayern, und bekam mit ihm 7 Kinder.

Eilika heiratete Graf Otto den Reichen von Ballen-stedt Herzog von Sachsen. Beiden bekamen wahr-scheinlich nur einen Sohn, nämlich Albrecht den Bären.

Magnus‘ Frau Sophia starb erst 45jährig im Jahre 1095.

Am 23. August 1106 starb auch Herzog Magnus im Alter von 61 Jahren auf der Ertheneburg. Da Magnus keine Söhne hatte, bedeutete sein Tod das Ende der Billungerherrschaft. Sein Herzogtum Sachsen wurde von dem neuen König Heinrich V, Sohn von Kaiser Heinrich IV, mit dem Magnus fast Zeit seines Lebens im Streit lag, auf Lothar von Süpplingenburg (späterer König Lothar III.) übertragen, der damit das Herzog-tum Sachsen regierte. Die Familiengüter gingen an die Töchter von Magnus, Wulfhild und Eilika, über.

Eine Grabplatte in der St. Michaeliskirche in Lüneburg erinnert an Magnus von Sachsen.

 

Erst im Jahre 1147 wurde die Ertheneburg wieder er-wähnt. Heinrich III der Löwe, seit 1142 Herzog von Sachsen sowie ab 1156 auch Herzog von Bayern, über-querte zum Auftakt seines Slawenkreuzzuges in diesem Jahr mit seinem Heer bei Schnakenbek die Elbe. Im Jahre 1164 bestellte Heinrich den Grafen Reinhold von Dithmarschen zum Inhaber der Ertheneburg und zum Verwalter der Sadelbande. Dieses Gebiet wurde im Osten von der Delvenau, im Nordosten von der Horn-bek, im Westen von der Bille und im Süden von der Elbe begrenzt und umfasste damit etwa den Süden des heutigen Kreises Herzogtum Lauenburg. Allerdings wurde Graf Reinhold noch im gleichen Jahr von Fuß-kämpfern des slawischen Heeres gemeinsam mit seinen Kriegern im Kampf niedergemetzelt.

 

Heinrich hielt sich öfters auf der Ertheneburg auf. So gab er auf einem Landtag im Jahre 1161 das Artlenbur-ger Privileg heraus und ließ in den Jahren 1169, 1170 und 1174 Urkunden zur Ertheneburg erstellen.

Obwohl Heinrich ehemals ein Günstling des Kaisers Friedrich Barbarossa war, überwarf er sich mit ihm und musste flüchten. Auf der Flucht im Jahre 1181 steckte Heinrich die Ertheneburg in Brand. Im Novem-ber 1181 unterwarf sich Heinrich der Löwe in Erfurt dem Kaiser. Die sächsischen Eigengüter durfte er be-halten, seine beiden Herzogtümer verlor er jedoch.

Heinrich musste zu seinem Schwiegervater nach Süd-england ins Exil.

Die Ertheneburg soll anschließend von Bernhard III von Sachsen, Graf von Askanien und Ballenstedt, einem Enkel von Magnus‘ Tochter Eilika, abgetragen worden sein. Das Material wurde zur Errichtung der Lauen-burg verwendet.

 

Im Ratzeburger Zehntregister wird Schnakenbek als Snakenbeke erwähnt.

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