Monique Lhoir ... Geschichten, Meer und noch mehr
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Münch's hausen in Geesthacht, denn Till's Eulen spiegeln verkehrt

5. Zugabe: Garagen

     Am nächsten Tag schrieb ich noch einmal unsere Ei-gentumsverwalterin an: „Wir haben gestern noch lange wegen des Annington/Vonovia-Fehlers diskutiert. Ist es nicht wesentlich einfacher, den Fehler des Mitarbeiters und folglich des Amtes notariell korrigieren zu lassen, statt dass sämtliche Mieter und Eigentümer Garagen-wechsel betreiben sollen beziehungsweise sämtliche Kaufverträge geändert werden müssen? Es ist nicht das erste Mal, dass auf diese Weise Mitarbeiterfehler korri-giert werden. Das endet hier sonst im Chaos und der Fehler kann nicht den Eigentümern beziehungsweise den Mietern angelastet werden. Wir wissen hier alle nicht, ob wir über diesen Unfug lachen oder weinen sollten.“

     Ich bekam die folgende Antwort zurück: „Ich hatte schon vorgeschlagen, dass die Vonovia die Teilungser-klärung ändern lassen sollte - auf deren Kosten natür-lich, dann kann jeder in seiner Garage bleiben. Fer-tig….“

     Die Gute. Auch wenn sie bei der Annington/Vonovia arbeitet, so scheint sie fast die Einzige in diesem Cha-otenkonzern zu sein, die praktisch und sinnvoll mit-denkt.

     So schrieb ich kurz zurück: „Wir haben nicht ver-standen, warum unsere Betreuerin nicht eingeladen wurde. Das wäre ein sauberer Weg gewesen, die Besit-zer zu informieren, statt durch diesen anonyme Zettel, der von einer dubiosen Makler-Firma an die Garagen geklebt wurde.“

     „Ja ich habe den Makler an meinem freien Tag ange-rufen und keine Antwort bekommen, obwohl auf dem Zettel DRINGEND stand“, schrieb sie zurück. „Ohne den WEG-Verwalter geht eigentlich gar nichts. Und der Makler sagt, der Eigentümer hätte den Auftrag erteilt. Was haben Sie damit zu tun. Wie Sie schon sagen, das muss alles von der Vonovia erledigt werden und nicht von der Deutsche Annington. Die gibt es gar nicht mehr!!! Leider bin ich morgen auf einem Seminar.“

      „Schade“, schrieb ich zurück, „das könnte morgen mit diesem Makler vielleicht lustig werden. Ich berich-te.“

So schrieb ich formvollendet an den Makler: „Wir wer-den den Termin morgen um siebzehn Uhr – natürlich in angemessener Form – wahrnehmen.“

     „Gerne dürfen Sie an dem Termin teilnehmen“, be-kam ich zurück. ‚Wie freundlich‘, dachte ich grimmig.

„Was ziehen wir morgen an?“, fragte ich meinen Mann. „Abendkleid und Smoking?“

 

Fortsetzung folgt

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