Monique Lhoir (Monika Pallasch) Autorin in Tespe-Bütlingen ... Geschichten, Meer und noch mehr
Monique Lhoir (Monika Pallasch)Autorin in Tespe-Bütlingen... Geschichten, Meer und noch mehr

Oma Müller muss zum Zahnarzt

Oma Müller hat seit einer Woche Zahn-schmerzen. Lange überlegte sie, wohin sie gehen könnte. Früher, als sie noch ein Auto hatte, war sie nach Geesthacht gefahren. Aber ihr alter Zahnarzt hatte die Praxis auf-gegeben und war in den Ruhestand gegan-gen. Nun brauchte sie einen neuen Zahn-arzt.
Jens, ihr Enkel, hatte recherchiert und ge-sagt, dass es in Tespe auf der Lüneburger Straße eine gute Zahnärztin geben würde und einen Termin vereinbart. Leider war erst um elf Uhr kurzfristig etwas frei. Jens versprach, zwischendurch von der Arbeit bei ihr rumzukommen, um sie zu fahren.
Nun musste er genau an diesem Tage auf ein Seminar. Oma Müller überlegte, den Termin abzusagen. Wie sollte sie denn von Bütlingen dorthin kommen? Aber dann plagten sie doch enorme Schmerzen und sie hatte keine Schmerzmittel im Haus.
Früh am Morgen zog sie sich an. Seitdem sie im vorigen Jahr an beiden Hüften operiert worden war, konnte sie sich draußen nur noch mit ihrem Rollator bewegen. Damit kam sie nur langsam voran und musste viel Zeit einplanen. Den Busfahrplan kannte sie – ab und zu gönnte sie sich von ihrer Grundrente einen kleinen Ausflug nach Marschacht. Sie liebte die Elbe, setzte sich auf eine Bank und sah den Schiffen zu. 
So ging sie um kurz vor acht Uhr aus dem Haus und quälte sich zur Bushaltestelle. Der Bus fuhr um 8:19 Uhr, dann war sie um 8:30 Uhr in Tespe. Der nächste Bus fuhr erst wieder um 11:39 Uhr.
Als sie ausstieg, regnete es stark. Oma Müller dachte nach, was sie zweieinhalb Stunden bis zu ihrem Termin unternehmen könnte. Unentschlossen stand sie auf der Straße. ‚Wohin jetzt nur?‘, überlegte sie. Da es weit und breit kein Café gab und der Regen immer stärker wurde, machte sie sich auf den Weg zur Praxis. Dann musste sie eben dort zwei Stunden im Wartezimmer ausharren.
So hatte Sie genügend Zeit darüber nachzudenken, wie denn die Samtgemeinde Elbmarsch den öffentlichen Nahpersonalverkehr verbessern wollte. Auf der Home-page der Samtgemeinde schrieb der Bürgermeister:


Sinn des öffentlichen Personennahverkehrs ist es, Möglichkeiten zu schaffen, damit auf das private Auto verzichtet werden kann. Diese werden sowohl von beruflichen Pendlern als auch von Ausflüglern stark genutzt. Unser Bus-Angebot erfreut sich wachsender Beliebtheit und trägt somit dazu bei, dass der Autoverkehr auf unseren Straßen reduziert wird und die hierdurch verringerten Abgase und Staus neben unseren Nerven auch die Umwelt schonen. Der Rat und die Verwaltung der Samtgemeinde Elbmarsch verbessern in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Harburg ständig das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten und passen es den Bedürfnissen der Nutzer an.
Unser Angebot lebt vom Mitmachen. Ich freue mich daher über jeden, der unseren ÖPNV nutzt und für sich entdeckt. Quelle: Samtgemeinde Elbmarsch


Oma Müller konnte das nicht unterstreichen, denn für ihre Bedürfnisse war das An-gebot nicht angepasst worden.
Die Praxis war ziemlich voll, denn viele Zahnärzte gab es in Tespe nicht. Um viertel vor zwölf war sie fertig. Zum Glück war es nur ein eitriger Abszess, sodass die Schmerzen auch dank der Schmerztabletten langsam nachließen. 
Tja, aber nun fuhr der nächste Bus nach Bütlingen erst um kurz nach zwei. Wie-der musste sie warten, denn sie konnte in der Praxis nicht bleiben, die schloß. Fei-erabend. So stand Oma Müller zwei Stunden, gestützt auf ihrem Rollator, im Regen und wartete auf den Bus. 
Um viertel vor drei - nach sieben Stunden – war sie endlich zu Hause. Völlig erschöpft und pitschnass. Sie hatte Hunger, aber vor lauter Aufregung vergessen, Brot einzukaufen. Und der nächste Bäcker war wiederum in Tespe, denn Bütlingen besaß keine Bäckerei. In Bütlingen gab es überhaupt keinen Laden. 
Oma Müller aß ein paar harte Kekse. Sie würde dann morgen mit dem Bus nach Edeka fahren und das Nötigste einkaufen. Aber dazu kam es nicht mehr, denn Oma Müller hatte am nächsten Tag eine Lungenentzündung und musste ins Kranken-haus. Dort wurde sie endgültig versorgt und bekam eine Scheibe Brot.

 

Sensationell und neu seit dem 9. Dezember 2018:
Auch in der Elbmarsch können Landkreis und Kommunen nun eine lange geforderte Verbesserung für den Busverkehr ermöglichen. Die Linie 4400 erhält erstmals ein Sonntagsangebot. Und zwar von 08:43 Uhr und 20:43 Uhr im Zwei-Stunden-Takt von Bergedorf aus in Richtung Elbmarsch. In der Gegenrichtung verkehrt die 4400 ebenfalls im Zwei-Stunden-Takt von 09:42 Uhr bis 21:42 Uhr ab Bütlingen beziehungsweise Avendorf über Tespe und Marschacht in Richtung Bergedorf. Quelle: Samtgemeinde Elbmarsch

 

Allerdings gilt für Bütlingen: Die Linie 4400 erhält erstmals ein Sonntagsangebot. Und zwar von 08:43 Uhr bis 20:43 Uhr im Vier-Stunden-Takt von Bergedorf aus in Richtung Bütlingen. In der Gegenrichtung verkehrt die 4400 ebenfalls im Vier-Stunden-Takt von 09:42 Uhr bis 21:42 Uhr ab Bütlingen Richtung Bergedorf.

 

Für mich in der heutigen Zeit unbegreiflich. Allerdings, wenn man recherchiert, soll es das doch geben?

 

ASM:
Das Anruf-Sammel-Mobil (ASM) ist ein besonderes Mobilitäts-Angebot im HVV.
Mit den Angeboten bedient der HVV zu bestimmten Zeiten die umliegenden Gemeinden und bietet Ihnen Mobilität auf Abruf. Melden Sie Ihren Fahrtwunsch bitte rechtzeitig telefonisch an, damit Sie zum gewünschten Zeitpunkt Ihre Fahrt antreten können.

Das ASM fährt Sie aus allen Orten der Samtgemeinde nach Niedermarschacht Zusätzlich bestehen aus dem Raum Drage und der Binnenmarsch Fahrtmöglichkeiten nach Winsen (Luhe).
Von Avendorf und Tespe bringt Sie das ASM nun auch nach Geesthacht.

ASM Elbmarsch Telefon: 04177 / 71 99 17

 

ASM-Elbmarsch stellt ab 01. November den Betrieb ein

Samtgemeinde Elbmarsch sucht Wege, den Ausfall aufzufangen

Zum 01. November 2015 stellt das örtliche Taxiunternehmen „TAXI Elbmarsch“ seinen Betrieb ein. Hiervon wird auch der Betrieb des beliebten Anruf-Sammel-Mobiles betroffen sein, den das Unternehmen im Auftrag der Samtgemeinde bislang wahrnimmt. Die Leistung des ASM wird damit vorerst nicht mehr zur Verfügung stehen.

Wappen der Samtgemeinde Elbmarsch „Wir unternehmen derzeit aber alle erdenklichen Anstrengungen, zumindest für die nachgefragtesten Linien zeitnah einen geeigneten Ersatz zu finden“ versichert Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth. Bis zum 01. November wird allerdings noch kein Ersatz für die seit 1998 bestehende Leistung gefunden sein: „Selbst wenn ein anderes Taxiunternehmen Interesse hätte, die Routen zu übernehmen, und sofort einspringen könnte“, so Roth weiter, „wäre zunächst ein rechtliches Zulassungsverfahren durchzuführen.“ Dieses könne zwei Wochen und mehr in Anspruch nehmen.

Nach bisherigen Auswertungen haben die Linien 4901 (Winsen-Niedermarschacht) und 4906 (Winsen-Eichholz) aufgrund ihrer Fahrgastzahlen besondere Priorität bei der Suche nach Ersatz. „Uns ist klar, dass die kurzfristige Einstellung des ASM-Betriebes für viele sehr ungelegen kommen wird, ob für Berufspendler oder Freizeitnutzer“, so der Samtgemeindebürgermeister. „Wir bitten um Verständnis für diesen Ausfall.“

Und wenn sich kein Taxiunternehmen finden sollte, das den ASM-Betrieb übernehmen würde? „Die Thematik wird gegenwärtig auch in der Samtgemeindepolitik beraten“, erklärt Rolf Roth. „Es zeichnet sich ab und macht Mut, dass fraktionsübergreifend eine große Bereitschaft besteht, in die verschiedensten Richtungen zu denken. Selbstverständlich wird die Samtgemeinde Elbmarsch die Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig über das weitere Vorgehen informieren.“

 

Allerdings weiß man nichts genaues, denn die diversen Hompages der Samtgemeine Elbmarsch wurden seit 2015 offenbar in keinster Weise gepflegt und sind zusätzlich eine Katastrophe.

 

 

Nächster Termin von WIR - Kunst und Kultur in der Elbmarsch e.V. am 18. August 2019

Kunst und Krempel bei Willy Diercks

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Christine Konstantinidis

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